
Wenn Ihr Transportofen anfängt, seine „Altersspuren“ zu zeigen…
Sprechen wir über den Transportofen in Ihrem Betrieb – jenen Ofen, der bereits seit Jahren im Dauerbetrieb ist und mit jedem Monat immer langsamer wird und mehr Energie verbraucht. Das sehen wir ständig, insbesondere bei Kunststoffverarbeitungslinien.
Die Frage, die uns immer gestellt wird, ist gut: Können wir einfach die Heizelemente austauschen und tatsächlich eine deutliche Reduzierung der Stromkosten erzielen – beispielsweise um 20 %?
Die kurze Antwort lautet: Ja.
Aber nur, wenn man die richtige Infrarottechnologie wählt.
Was ist bei dem Austausch nötig?
Um das zu erreichen, ersetzen wir die alten Heizelemente durch hochleistungsstarke Kurzwellentuben. Jede dieser Tuben hat eine Leistung von 2500 W und benötigt dazu ein 400-Volt-Netz.
Diese hohe Spannung ist entscheidend – sie ermöglicht es den Tuben, intensive, gezielte Hitze abzugeben, ohne dass dabei eine riesige Menge Strom verbraucht wird. Das Ergebnis: Die Verkabelung bleibt unbelastet, und man muss sich keine Sorgen um defekte Sicherungen machen.
Was die Größe angeht: Wir verwenden in der Regel Tuben mit einer Länge von 300 mm. Warum? Weil diese Länge perfekt in die bestehenden Ofenbereiche passt. Es handelt sich dabei um echte Ersatzteile – man kann also den Ofenkörper sowie alle Befestigungsstrukturen beibehalten. Keine umfangreichen Reparaturen notwendig.
Das Geheimnis hinter der Konstruktion
Das Herzstück dieser Tuben ist eine Quarzkapsel, die oft mit einer Schicht überzogen ist. Dadurch können die Tuben den starken Belastungen durch schnelle Einschalt-/Ausschaltvorgänge standhalten.
Hier zeigt sich die Stärke der Halogen Technologie: Sie ermöglicht es dem Glühfaden, extrem heiß zu werden – dadurch entsteht eine hocheffiziente, kurzwellige Wärmeabgabe. Diese Wärme erwärmt nicht nur die Luft, sondern dringt auch direkt in den Kunststoff ein und erwärmt ihn von innen heraus.
Was die Anschlüsse angeht, so setzen wir auf einfache und robuste Lösungen – R7- oder Sk15-Verbinder. Sie sind für den industriellen Einsatz geeignet und können den Belastungen auf der Produktionsfläche standhalten. Wenn eine Tube kaputtgeht, kann sie sofort ausgetauscht werden – ohne zusätzliches Werkzeug.
Wie fühlt sich das in der Praxis an?
In einer Kunststoffverarbeitungslinie bedeutet dieser Austausch einen echten Fortschritt. Die Kurzwellenenergie erledigt die Arbeit schneller. Die Aufwärmzeit entfällt – die gesamte Prozesszeit wird deutlich reduziert. Diese direkte Energieübertragung ist genau das, was zu einer Energieeinsparung von 20 % führt.
Aber: Die Leistung ist natürlich hoch. Das bedeutet, dass das Kühlsystem des Ofens in der Lage sein muss, die zusätzliche Wärme zu bewältigen.
Falls Sie eine ältere Linie haben, ist ein gezielter Austausch gegen Infrarotheizelemente nicht nur eine gute Idee – es handelt sich dabei um einen praktischen und messbaren Fortschritt.